Aus der Presse
In jeder Marktlage gilt: Der Mieter spielt die Hauptrolle
16.12.2019
Strapazierte Immobilienmärkte können auch gute Chancen bieten, weiß Christopher Kampner. Er erklärt die antizyklische Anlagestrategie seines Hauses und wirft einen Ausblick auf das Jahr 2020 und darüber hinaus. Am wichtigsten bleiben für das Corum-Investmentkonzept stabile Mieter.

Bei Immobilien sehen wir hohe Einstiegspreise, was heißt das für die Zukunft?

CHRISTOPHER KAMPNER: Tatsächlich haben die Preise angezogen, im Wohnbereich allerdings stärker als bei Gewerbeimmobilien. Es ist zunächst mit keiner Entspannung zu rechnen, das stört uns aber nicht, denn tatsächlich profitieren wir von überhitzten Märkten und Immobilienkrisen.

Wie funktioniert das?

Corum agiert bewusst antizyklisch. Wenn viele Akteure einen strapazierten Markt verlassen wollen, können wir daher zu günstigen Bedingungen einsteigen. Dazu bedarf es natürlich des nötigen Know­hows und ausreichender Liquidität, um schnell agieren zu können. Letztlich entspannt sich die Marktlage wieder und wir haben zu Schnäppchenpreisen eingekauft. Außerdem haben stabile Mieter auch während des schwierigen Umfelds regelmäßig ihre Miete entrichtet. In unserer Strategie spielen somit große, verlässliche Mieter die Hauptrolle. Selbstverständlich können die Immobilienpreise nicht ewig weitersteigen, die Mieteinnahmen allerdings sind festgelegt und fließen unabhängig davon, was die Immobilie wert ist. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, eine Rendite von sechs Prozent jährlich zu erwirtschaften und kaufen auch nur Objekte, die einen solchen Ertrag versprechen. Eine Garantie besteht dabei nicht, wir haben die Messlatte aber bis jetzt immer erreicht oder sogar übertroffen.

Welche Produkte bieten Sie am österreichischen Markt an, ab welcher Summe kann man in die Fonds investieren?

Der Immobilienfonds Corum Origin investiert, unserer antizyklischen Strategie folgend, ausschließlich in gewerbliche Immobilien innerhalb der Eurozone. Als zweites Produkt wird Anfang 2020 der Corum XL neu hinzukommen. Er verfolgt das gleiche Konzept, kann aber auch außerhalb der Eurozone und Europas investieren. Zum Beispiel haben wir in den vergangenen zwei Jahren den niedrigen Pfund­Kurs genützt und in Großbritannien eingekauft. In Übersee haben wir Kanada auf der Beobachtungsliste. Beim Corum Origin ist der Einstieg bereits mit 1090 Euro möglich. Beim Corum XL kann man sich sogar schon ab 189 Euro beteiligen, das eignet sich vor allem für Investment­Pläne. Unsere Kunden nutzen gerne die Möglichkeit der monatlichen Ausschüttung, genauso gut kann man aber auch reinvestieren.

Können Sie einige konkrete ImmobilienProjekte vorstellen? Was hat sich Corum für die Zukunft vorgenommen?

Sehr spannend entwickelte sich zum Beispiel das Novotel in der Nähe des holländischen Flughafens Schipol. Gekauft haben wir das Objekt 2015 um 46 Millionen Euro, jetzt wird es bereits mit 59 Millionen Euro bewertet. Ein jüngeres Projekt ist XXL Sports & Exports, das zuletzt eine Rendite von 7,2 Prozent abgeworfen hat. Mit dem Kauf eines Gewerbeobjekts in Litauen im September sind wir jetzt bereits in 13 Ländern engagiert. In Österreich werden wir unser Team im kommenden Jahr weiter ausbauen, um unserem stetigen Wachstum und den für 2020 anstehenden Projekten gerecht zu werden. Ganz allgemein gibt es bei Corum aber immer ein übergeordnetes Ziel: nämlich zufriedene Investoren. Das erreichen wir, indem wir unsere gesamte Strategie und jede unternehmerische Aktivität dahingehend ausrichten, jene Ziele zu erreichen, die wir uns intern gesteckt haben. Am konkreten Beispiel Corum Origin hieße das etwa, dass wir weiterhin sechs Prozent jährliche Dividendenrendite für den Anleger erwirtschaften möchten.

Text: Harald Kolerus

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Dezember 2019